Die Beerdigung war… schön, wenn man das überhaupt so in dem Zusammenhang sagen kann/darf. Die Kirche war nicht allzu groß, vorne stand der Sarg, einige Blumengestecke von Nachbarn, meinem Opa und anderen und das Bild von meiner Oma.
Die Pastorin erzählte von Omas Leben und zwischendurch spielten zwei Lieder von Joan Beaz, der Sängerin, die sie so geliebt hat. Das erste war ein schnelleres, das zweite ein traurig langsames und dann musste auch ich weinen. Ich kann das eben am besten in Verbindung mit Liedern, das macht es einfacher.
Am Ende der Trauerfeier, kamen die Sargträger: sechs Männer in schwarzen Gewändern mit länglichen Mützen und trugen den Sarg zum Grab. Es ist nicht weit, im Grunde fast neben der Kirche, das wird es einfacher machen, es später wieder zu finden. Ich ging Hand in Hand mit meiner Cousine hinterher und wir als Familie warfen alle ein paar Blütenblätter auf den Sarg.
Danach fuhren wir zum Restaurant wo mein Cousin arbeitet. Im Grunde hätten sie zu gehabt wegen der Feiertage, aber er hat es organisiert, dass wir dort Kuchen und Schnittchen essen konnten. Mit Familie, Nachbarn und Freunden waren wir 62 Leute. Die meisten davon kannte ich gar nicht, aber es war schön zu sehen, wie viele Leute meine Oma gemocht haben und daher dabei waren, um von ihr Abschied zu nehmen.
Später fuhren wir zurück zu meinem Opa, saßen dort noch etwas und tranken Kaffee. Dann fuhren wir nochmal zum Grab, das nun mit Erde bedeckt war, um zu sehen, ob der Wind den Gestecken zugesetzt hatte.
Der Mann vom Bestattungsunternehmen brachte am späten Nachmittag noch die Kondolenzlisten, in der sich die meisten, die bei der Trauerfeier waren, eingetragen hatten, sowie Beileidskarten.
Am abend telefonierte ich noch kurz mit T. der heute noch vorbei kommt. Worte für das alles, gesprochene Worte, habe ich noch nicht gefunden.