Faun – Alba

Letzte Nacht
Hab ich geträumt wir müssten fliehen,
Aus dieser viel zu großen Welt
Und ich kann mich nicht erinnern, ob wir entkamen.

Im Schnee sind deine Zeichen tief verborgen.
Aus Weidenruten flechten wir den Morgen,
Einer viel zu grossen Welt,
Denn alles was der Schnee umschlossen hält,
Bleibt darin verborgen.

Lauf nicht davon, ich kann den Morgen sehen.
Wir liefen weit, nun lassen wir den Winter ziehen.

Deine Treue wir noch viele Wunden heilen,
Deine Stimme finde ich in allen Zweigen,
In jedem Moos, in jedem Fels,
Einer viel zu grossen Welt.
Deine Stimme finde ich in allen Zweigen.

Lauf nicht davon, ich kann den Morgen sehen.
Wir liefen weit, nun lassen wir den Winter ziehen.

Die Woche war zum bersten voll. Zum Glück gibt es den Tag/Nacht Rythmus, sonst hätte ich wohl rund um die Uhr zutun gehabt.

Montag und Dienstag saß ich am Berichtsheft. Dienstag hatte ich nach der Schule die schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens. Ich hielt mir aus releflex die Hand an die Stirn, schaffte es gerade in meine Wohnung. Ich musste noch 6 Seiten im Berichtsheft fertigstellen. Bei jeder kleinen Bewegung war es als wenn mir jemand mit einem großen Hammer auf den Schädel haut. Ich nahm eine Kopfschmerztablette und legte mich ins Bett. Nach einer Stunde erwachte ich ohne Kopfschmerzen aber mit ordentlich Stress, da ich so in Verzug geraten war mit dem Berichtsheft. Ich saß mit Kaffee bis abends dran. Aber was nützt es – es muss.

Mittwoch und Donnerstag musste ich einen Arbeitsplan für ein vegetarisches Menü schreiben. Also vom Grundrezept und der Umrechnung für 30Personen über die Arbeitsmittel, sprich jede kleine Schüssel und jeden Probierlöffel auflisten. Dann einen Ablaufsplan schreiben. Womit fange ich am besten an ? Was dauert am längsten ? Was muss noch garen ? Und zum Schluss die geschätzte Zeit. Man muss quasi alles im Geiste durchgehen, als würde man den Auftrag schon ausführen.

Montag muss ich das Menü dann kochen. Dann werde ich sehen, ob ich wirklich so schnell bin wie ich es hoffe.

Dienstag muss ich mit meiner Gruppe ein Referat in der Schule halten über Berufsgenossenschaften. Trockenes Thema.

Freitag muss ich zum Landwirtschaftskammer wegen der Vorbereitung auf die baldige Zwischenprüfung. Am 14. Februar haben wir schriftliche und am 21. die praktische. Es wird uns immer wieder erzählt, dass es ja nicht zählt, sondern nur als Test gilt, was man schon kann und an welchen Stellen noch Hilfe nötig ist. Aber, mal ehrlich, wer will denn da schon so richtig versagen ?

Samstag wartet dann die Belohnung. Mit T. zum Schandmaul Konzert nach Whv. Ein wenig hab ich mich heut schon belohnt für diese anstrengende Woche. Und zwar mit 3 Mp3 Alben (annette louisan, offlimits und faun).

Man kann ruhig schuften wie ein Esel aber man muss sich auch ab und an mal dafür belohnen!

Die Beerdigung war… schön, wenn man das überhaupt so in dem Zusammenhang sagen kann/darf. Die Kirche war nicht allzu groß, vorne stand der Sarg, einige Blumengestecke von Nachbarn, meinem Opa und anderen und das Bild von meiner Oma.

Die Pastorin erzählte von Omas Leben und zwischendurch spielten zwei Lieder von Joan Beaz, der Sängerin, die sie so geliebt hat. Das erste war ein schnelleres, das zweite ein traurig langsames und dann musste auch ich weinen. Ich kann das eben am besten in Verbindung mit Liedern, das macht es einfacher.

Am Ende der Trauerfeier, kamen die Sargträger: sechs Männer in schwarzen Gewändern mit länglichen Mützen und trugen den Sarg zum Grab. Es ist nicht weit, im Grunde fast neben der Kirche, das wird es einfacher machen, es später wieder zu finden. Ich ging Hand in Hand mit meiner Cousine hinterher und wir als Familie warfen alle ein paar Blütenblätter auf den Sarg.

Danach fuhren wir zum Restaurant wo mein Cousin arbeitet.  Im Grunde hätten sie zu gehabt wegen der Feiertage, aber er hat es organisiert, dass wir dort Kuchen und Schnittchen essen konnten. Mit Familie, Nachbarn und Freunden waren wir 62 Leute. Die meisten davon kannte ich gar nicht, aber es war schön zu sehen, wie viele Leute meine Oma gemocht haben und daher dabei waren, um von ihr Abschied zu nehmen.

Später fuhren wir zurück zu meinem Opa, saßen dort noch etwas und tranken Kaffee. Dann fuhren wir nochmal zum Grab, das nun mit Erde bedeckt war, um zu sehen, ob der Wind den Gestecken zugesetzt hatte.

Der Mann vom Bestattungsunternehmen brachte am späten Nachmittag noch die Kondolenzlisten, in der sich die meisten, die bei der Trauerfeier waren, eingetragen hatten, sowie Beileidskarten.

Am abend telefonierte ich noch kurz mit T. der heute noch vorbei kommt. Worte für das alles, gesprochene Worte, habe ich noch nicht gefunden.

« Ältere Einträge
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.